Mittwoch, 4. September 2013

Lehrgang "Langdistanzschießen" - Ein Zwischenbericht




Nach rund 1.150 km Tour am Sonntag sind wir gut an unserem Ziel angekommen, am Montag ging es auch gleich in aller Frühe los.
Kurzes Briefing, Waffenausgabe und Materialüberprüfung.
Die Auswahl lässt das Herz schon etwas höher schlagen:
Steyer CSIM, Sako TRG 42, Tikka T3, SSG 3000 und verschiedene Accuracy etc. in den Kalibern .308; .338 und GP 11.

Vorerst geht es auf die 25 m Bahn um die Waffen einzuschießen.
Jeder erhält seine Waffe, soweit er nicht sein eigenes bei hat.
Mit dem System des Einschießens sollte jeder in der Lage sein, nach 9 Schuss die Waffe eingeschossen zu haben.
Und ja - es funktioniert.
Der Vormittag ist schnell rum und wir verlegen auf die Übungshäuser und schießen auf Distanzen von 500-550 Meter.
"Fast" jeder Schuss ist ein Treffer. Die Zielmedien sind Mannscheiben in Größe 0,45 breit und 0,75 hoch.
Der erste Tag geht vorbei und es folgt noch ein wenig Theorie mit der ABAC (Erklärung folgt).

Der zweite Tag bricht an und es folgt der gleiche Ablauf, nur an einem anderen Standort und der Verlegung auf ca. 1.600 Höhenmeter.
Damit es nicht zu einfach wird, verstellen die Ausbilder die Waffen komplett und wir schießen diese wieder mit 9 Schuss ein. Das sollte innerhalb von 10 Minuten erfüllt sein.
Anschließend geht es an Entfernungsberechnungen ohne elektronische Hilfsmittel wie mein gutes Steiner mit LRF.
Nachmittags folgt dann das Schießen auf 550-600 Meter unter veränderten Bedingungen wie Wind und Lichteinfall.
Und wieder fast jeder Schuss ein Treffer. Meistens wird 1 Schuss abgegeben, notfalls korrigiert und danach sitzen alle im Ziel.
Vorerst geht es wieder auf die 0,45 x 0,75 und anschließend auf die 0,45 x 0,45.
Auch hier gibt es keine Probleme!

Der dritte Tag sollte anspruchsvoller werden und ja, jetzt hätte man die Mulis gebrauchen können.
Nix da mit ranfahren an den Spot, aber wir wollen nicht meckern, denn es ist für die Aussicht akzeptabel.
So langsam kann man es kaum glauben, aber die Distanzen scheinen nebensächlich!
Egal wie weit wir bisher gegangen sind - es funktioniert einfach.
Im Nachgang zum Lehrgang werde ich hier etwas ausführlicher berichten.
Heute also Distanzen zwischen 700 und 750 Meter.
Treffer um Treffer, bis ein unerwartetes Problem auftaucht. Die Schrauben am Höhenturm von meinem Schützen (ich bin der Spotter) sind locker und durch das kurze Hin und Her verstellt sich alles.
Mit nur drei Schuss sind wir wieder im Ziel, obwohl die Waffe in der Höhe komplett verstellt ist: wir arbeiten trotzdem weiter und generieren einen Treffer nach dem anderen.

Das erstmal als Vorabbericht: morgen geht es dann auf 1.000-1.200 Meter!!!

Mehr dazu nächste Woche ...........

Von Uwe Krüger


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